Schaal, D./Schiller, A. (Hg.): Ludwig Gottfried Blanc

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Verkaufspreis10,00 €

BESCHREIBUNG

Dirk Schaal/Annette Schiller (Hg.)
Ludwig Gottfried Blanc
Deutschlands erster Professor für Romanistik

40 S., Br., 170 × 245 mm, Farbabb.
ISBN 978-3-96311-891-3


ET: März 2024


Katalog zur Ausstellung der Zentralen Kustodie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 25. November 2022 bis 31. März 2023

1822 ist in Halle die erste Professur für Romanistik an einer deutschsprachigen Universität eingerichtet worden. In einer Sonderausstellung von November 2022 bis März 2023 würdigte die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das 200-jährige Jubiläum.
Ludwig Gottfried Blanc (1781–1866) wurde in Halle auf eine außerordentliche Professur der südeuropäischen Sprachen und Literatur berufen. Diese Professur war in Deutschland ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer regulären akademischen Ausbildung moderner Sprachen. 1833 wurde Blanc dann ordentlicher Professor für romanische Sprachen und Literatur.
Der Katalog widmet sich der Person Ludwig Gottfried Blanc sowie den Hintergründen seiner Berufung. Bereits vor der Universitätsgründung 1694 waren das Französische und Italienische in Halle präsent. Eine wichtige Rolle spielten dabei sogenannte Sprachmeister; sie entwickelten Lehrmaterialien und öffneten sich neuen Ansprüchen. Viele von ihnen waren hugenottische Einwanderer und prägten die kulturelle Entwicklung in der Region. Besondere Bekanntheit erlangte Michel Millié, genannt la Fleur, der Gründer der Ritterakademie in Halle (Saale).
Die Fragestellungen in dieser Rückschau haben nichts an Aktualität verloren. Welche Sprachen sollen in welchem Umfang an einer Universität unterrichtet werden? Wie stehen Sprachausbildung und wissenschaftlicher Anspruch zueinander? Bis heute hat das Fach Romanistik seinen Blick noch einmal geweitet und betrachtet die Vielfalt der romanischen Sprachen und Kulturräume auf allen Kontinenten.

HERAUSGEBER

Prof. Dr. Dirk Schaal, geb. 1970, Studium der Geschichtswissenschaften sowie der germanistischen Sprach- und Literaturwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2003 Promotion, seit 2015 Honorarprofessor an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig, seit 2019 Leiter der Zentralen Kustodie und des Universitätsarchivs der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Dr. Annette Schiller, geb. 1955, Studium der Fächer Französisch und Russisch an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (1977 Diplomlehrerin), anschließend Forschungsstudium auf dem Gebiet der Französischen Sprachwissenschaft, 1980 Promotion, seit 2020 im Ruhestand, aber noch regelmäßig als Lehrbeauftragte tätig.

INHALT

Ludwig Gottfried Blanc – Deutschlands erster Professor für Romanistik…6
Der Beginn: Moderne Fremdsprachen lehren in Halle…8
Der Gründer der Ritterakademie: Michel Millé…10
Vom Sekretär des Kurfürsten zum bekannten Lexikographen: Nicolò di Castelli…12
Die Sprachmeister: Frühe Migranten…14
Die Sprachmeister: Arme Schlucker…16
Ein Sprachmeister und Bestsellerautor: David Etienne Choffin…18
Parlieren und Briefe schreiben: Erste Lehrbücher…20
Sprachlehrerinnen: Mädchenbildung in Halle…22
Bewerberlisten und Prüfungen: Professionalisierung der Auswahl…24
Vom Sprachmeister zum Professor: Ernst Wilhelm Gottlieb Wachsmuth…26
Auf Umwegen zur neuen Professur: Ludwig Gottfried Blanc…28
Der Weg in die hallesche Stadtgesellschaft: Blanc als Prediger der reformierten Gemeinde…30
„Verschwörer“ und Vermittler: Blanc als Preuße in französischer Zeit…32
Die Einrichtung der Professur: Von Dante bis Victor Hugo…34
Die Einrichtung der Professur: Argumentationen…36
Die Nachfolger und das Institut für Romanistik …38
Quellen und Literatur…40